Konzert im Advent 2003

Das "Konzert im Advent" fand 2003 zum ersten mal an zwei Orten statt. Samstags in der evangelischen Kirche in Merzig, Sonntags in der Pfarrkirche St. Laurentius in Hülzweiler. Beide Konzerte waren musikalisch, wie auch von den Besucherzahlen her ein voller Erfolg.

Und es ward Licht

Gesangsensemble Jung & Sing aus Hülzweiler gab Konzert

Von HELMUT FACKLER

Hülzweiler. Ein wahrer Lichtblick im vorweihnachtlichen Musikangebot saarländischer Kirchen war das "Chorkonzert im Advent", das vom Ensemble "Jung & Sing" in der Hülzweiler Pfarrkirche St. Laurentius gegeben wurde. Kein schmalziges "Ave Maria", kein rührseliges "Heidschi bum beidschi" oder andere überzuckerte Melodien. . Dem adventlichen Gedanken "durch Nacht zum Licht" wurde schon zu Beginn Rechnung getragen. Mystisch abgedunkelt war der Kirchenraum. Aus dieser Dunkelheit erhob sich ein archaisches "Gloria" in eindrucksvoller Antiphonie. "Wachet auf, ruft uns die Stimme" im anspruchsvollen Satz von Ernst Pepping, "Macht hoch, die Tür" und "Ich möchte gerne Brücken bauen" bereiteten in deutscher Sprache und mit frischem Klang den Eintritt des Lichts vor. Und es ward Licht. Für Weihnachtliches aus Amerika. "Joy to the world, the Lord is come", so das Motto der zwar als "Kitsch" angekündigten Folklore. Doch so lebendig gesungen erschien dies als pures Understatement.Man würde den Männerstimmen natürlich gerne etwas Zuwachs wünschen, und sicher sind die Höhen in den Frauenstimmen noch ausbaufähig. Doch was Uli Linn mit diesen Stimmen gelang, war hörenswert. Mit viel Gespür fürs Rhythmische wurde er dabei vom versierten Angel Jabega-Murado am elektrischen Klavier unterstützt. Ohne ihn wäre der Ausflug in die Welt des Pop sicherlich nicht so erfolgreich gelungen. "Black Orpheus", "One Moment in time" aber auch "Angels" von Robbie Williams waren die international erfolgreichen Titel, die mit viel Einfühlung und Swing in Töne und Bewegungen versetzt wurden. Selbstverständlich durften Gospels nicht fehlen. Und wem sich bei "I wonna be closer" die Weihnachtsbotschaft noch nicht vermittelt hatte, wurde bei den Zugaben überzeugt: "In der Nacht von Bethlehem ist ein Kind geboren" " die Hoffnung ist nahe " "wir sind nicht mehr verloren". Der Beifall war geradezu überwältigend.

Saarbrücker Zeitung vom 27.12.2003